Auch Datenbanken lassen sich in die Cloud auslagern

So lassen sich Datenbanken in die Cloud auslagernWer Datenbanken nutzt, muss sich darauf verlassen können, dass sie zuverlässig funktionieren und die Daten auch sicher geschützt sind. Doch oftmals sind in Unternehmen veraltete Datenbanken im Einsatz, die nicht nur langsam und anfällig(er) für Störungen oder Cyberangriffe sind, sondern auch unflexibel und vor allem teuer. Doch auch hierauf bietet die Cloud eine Antwort: Database-as-a-Service – die Datenbank aus der Cloud. Im heutigen Beitrag erklärt Nadine Juric, Produkt Marketing Manager (Data Platform) bei Microsoft die Vorteile eines solchen Ansatzes für KMUs.

Die in der heutigen Geschäftswelt so wichtigen Funktionen wie Business Intelligence oder App-Entwicklung sind ohne Datenbanken nicht vorstellbar. Der Einsatz der richtigen, leistungsstarken Datenbank kann dabei entscheidend sein für den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Doch wenn es um seine Datenbanken geht, reagiert so manches Unternehmen sensibel – gehören doch Daten mit zu seinen wichtigsten Geschäftsgütern. Ganz nach dem Motto „Never touch a running system“ werden in der Praxis daher häufig noch veraltete Datenbanken genutzt, die wenig agil, langsam und noch dazu teuer sind. Um sie zu betreiben, ist oft fundiertes Hardware- und Server-Know-how im Unternehmen notwendig – also die Beschäftigung wenigstens einer dedizierten IT-Kraft. Doch das wiederum läuft dem Gedanken der Industrie 4.0 zuwider, in der immer mehr daraufgesetzt wird, Software und Services in die Cloud auszulagern, um sich auf strategisch wichtige Dinge konzentrieren zu können. Und tatsächlich lassen sich mit „Database-as-Service“ (kurz: DbaaS), einem Teilangebot von Platform-as-a-Service (PaaS), komplette Datenbanken in die Cloud verlagern. Wenn diesem Gedanken auch häufig mit Skepsis begegnet wird: Die Vorteile sprechen für sich, denn eine solche Lösung ist flexibel, günstig, sicher und hochverfügbar.

Dienstleistung Cloud-Datenbank

Für die Nutzung von Database-as-a-Service bedarf es denn auch keiner fundierten Server-Kenntnisse: Die Cloud-Datenbank muss weder selbst installiert noch gepflegt werden, denn das wird durch den Anbieter erledigt. Darüber hinaus zahlt man als Kunde nur nach Verbrauch und Bedarf. Entsprechend lassen sich die Datenbanken flexibel und schnell nach oben oder unten skalieren, wenn sich die Anforderungen an die IT-Architektur kurzfristig ändern. Das bedeutet auch, dass Fix- und Betriebskosten gesenkt werden – bei erhöhter Verfügbarkeit. So ist es bei Database-as-Service einfacher und günstiger, eine ausfallsichere Konfiguration einzurichten, entfallen doch aufwendige und damit kostspielige Aufgaben wie das Aufsetzen von Serversystemen, die Verwaltung von Lizenzen, die Implementierung von Failover-Lösungen etc. Auch beim Thema Sicherheit gibt es gute Argumente für die Auslagerung, denn auch die Datensicherung liegt bei Datenbanken aus der Cloud ganz in den Händen des Anbieters. Darüber hinaus verfügt ein Cloud-Rechenzentrum in der Regel schon rein physikalisch über deutlich bessere Datenschutzmaßnahmen als die meisten herkömmlichen Unternehmensrechenzentren.

Cloud-Datenbank für die App-Entwicklung

Speziell für App-Entwickler bietet Microsoft Azure SQL Database aus der Cloud an. Neben den zuvor erwähnten Vorteilen von flexibler Skalierbarkeit und hoher Sicherheit durch den Cloud-Service, bietet diese Datenbank integrierte, intelligente Funktionalitäten, die dafür sorgen, dass App-Muster erkannt und automatisch Anpassungen vorgenommen werden. Leistung, Zuverlässigkeit und Datensicherheit werden in der Folge optimiert. Zudem erleichtert Azure SQL Database die Verwaltung und Überwachung mehrinstanzenfähiger Apps und ermöglicht die Isolation eines Kunden pro Datenbank. Ein weiterer wichtiger Faktor: Die Lösung ist auch aus der Microsoft Cloud Deutschland verfügbar. Damit wird über die regulären Cloud-Vorteile hinaus die Gewissheit geboten, dass die Daten jederzeit in Deutschland verbleiben und ein Datentreuhänder mit deutschem Gerichtsstand streng über den Zugriff wacht.


Exkurs: PaaS versus IaaS

Die Akronyme häufen sich – SaaS, IaaS, PaaS, DbaaS und viele mehr. Für uns aber relevant ist die Frage: Wie unterscheiden sich denn eigentlich Platform-as-a-Service und Infrastructure-as-a-Service voneinander? Azure SQL Database ist eine relationale DBaaS-Datenbank, die in der Azure-Cloud gehostet wird und in die Kategorien Software-as-a-Service (SaaS) und Platform-as-a-Service (PaaS) fällt. Sie basiert auf standardisierter Hardware und Software, die Microsoft gehört und von Microsoft gehostet und verwaltet wird. Mithilfe der integrierten Funktionalitäten kann direkt in Azure SQL Database entwickelt werden. Im Wesentlichen wurde Azure SQL Database zur Senkung der Gesamtkosten für die Bereitstellung und Verwaltung vieler Datenbanken auf ein absolutes Mindestmaß optimiert. Die laufenden Administrationskosten werden reduziert, da die Verwaltung von virtuellen Computern, Betriebssystemen oder Datenbanksoftware entfällt. Generell wird nur für die tatsächliche Nutzung bezahlt und es besteht die Möglichkeit, nach Bedarf unterbrechungsfrei Leistung hinzuzufügen oder auch zu entfernen. SQL Server auf Azure Virtual Machines (VMs) fällt in die Kategorie Infrastructure-as-a-Service (IaaS) und ermöglicht es, SQL Server auf einem virtuellen Computer in der Cloud auszuführen. Auch dieses Angebot basiert auf standardisierter Hardware und Software, die Microsoft gehört und von Microsoft gehostet und verwaltet wird. Es ist für die Migration vorhandener Anwendungen zu Azure bzw. für die Erweiterung vorhandener lokaler Anwendungen in die Cloud (in Hybridbereitstellungen) optimiert. Der virtuelle Computer kann ebenfalls problemlos nach Bedarf skaliert und angehalten bzw. fortgesetzt werden. Darüber hinaus kann SQL Server auf einem virtuellen Computer zum Entwickeln und Testen herkömmlicher SQL Server-Anwendungen verwendet werden. Weitere ausführliche Infos zu den Unterschieden und Vorteilen von PaaS und Iaas erhalten Sie in diesem Artikel.


Einfach ausprobieren oder Unterstützung einholen

Damit die IT-Verantwortlichen Ihres Unternehmens Azure und die dazugehörigen Dienste einfach mal unverbindlich ausprobieren können, bietet Microsoft einen kostenfreien Testzugang an: https://azure.microsoft.com/de-de/free/

Wer nicht gleich mit einem eigenen Zugang loslegen will, sondern sich an die Lösungen aus der Cloud erst langsam herantasten möchte, der kann sich von einem Partner beraten bzw. unterstützen lassen. Nachstehend eine Auswahl an qualifizierten Microsoft-Partnern mit einem Fokus auf Lösungen rund um die Cloud-Plattform Azure:

Auch im Azure Marketplace können Sie nach einem Partner für Azure-Lösungen suchen.

Ein Gastbeitrag von Nadine Juric, Produkt Marketing Manager für das Thema Data Platform bei Microsoft Deutschland.

Lesen Sie auch den weiteren Beitrag von Nadine Juric: Besser entscheiden mit Business Intelligence – oder: Was KMUs eigentlich mit Power BI machen können