Mittelständler, das Internet der Dinge ist in Reichweite – dank Cloud

Internet der Dinge bei Rolls RoyceWahrscheinlich schwirrt Ihnen auch schon der Kopf, weil sie ständig vom Internet der Dinge (Internet of Things, IoT), Industrie 4.0 und Digitalisierung lesen. Kein Wunder, verspricht man sich doch gerade im IT-Umfeld vom Neuen oftmals Revolutionäres. So natürlich auch im Zusammenhang mit IoT: Die erwartete Zahl der vernetzten Gerätschaften wird Fachleuten zufolge gigantisch groß sein. Doch wie nähert man sich als mittelständisches Unternehmen, dessen Kerngeschäft nun nicht gerade das Entwickeln von IT-Lösungen ist, dem Internet der Dinge?

Die guten Nachrichten vorweg: Sie müssen Ihr Geschäftsmodell nicht über den Haufen werfen, nur weil Unternehmen jetzt Geräte mit Netzwerkanschluss ins Internet hängen. Vielmehr geht es ums technologische Weiterentwickeln Ihres bestehenden Modells. Sie ergänzen Ihre Produkte und Dienstleistungen also durch neue technische Entwicklungen, anstatt sie in Gänze zu ersetzen. Sie sind Hotelier? Dann verhilft Ihnen IoT zu mehr Absatz – und den Gästen zu mehr Komfort, wie das Boutique-Hotel „The Cromwell“ zeigt.

 

Im Maschinenbau beispielsweise ist „Predictive Maintanance“, also vorausschauende Wartung, ein wichtiges Zukunftsthema. MARS DRINKS verringert dank dem Internet der Dinge Ausfallzeiten und leere Verkaufsautomaten. Eventuell verkaufen Sie als Maschinenproduzent künftig ja keine Maschinen mehr, sondern die Anwender bezahlen pro gefertigtem Werkstück?

Noch einen Schritt weiter geht der Holzspezialist Homag: Das Unternehmen vernetzt seine Maschinen für die Holzverarbeitung nicht nur, um die Wartung besser planen zu können. Sondern es baut auf Microsoft Azure eine Plattform namens Tapio auf, mit der Homag-Kunden auch die Wartungsdaten der Maschinen anderer Produzenten im Blick haben. Mehr dazu im Video:

Erste Schritte mit IoT sind schnell gegangen

Die zweite gute Nachricht ist, dass sie nicht bei Null beginnen müssen in Sachen Infrastruktur für IoT. Sie können für Ihre ersten Schritte, zum Ausprobieren, Testen und eventuell wieder Verwerfen von IoT-Ideen, auf quasi schlüsselfertige Cloud-Plattformen zurückgreifen. Der Reibungsverlust, der sonst durch den Aufbau eigener Server-Infrastruktur und Software-Installation nötig wäre, entfällt nicht nur. Die damit verbundenen Kosten spielen ebenfalls keine Rolle. Sie müssen also nicht in Infrastruktur investieren, die Sie nach dem Test eventuell nie wieder benötigen. Die Cloud wird quasi zum Geburtshelfer Ihrer IoT-Ambitionen.

Und wieviel Aufwand steckt nun dahinter, fragen Sie sich? Auch wenn das schwer zu beantworten ist, da Projekte unterschiedlich komplex sind, eine grobe Stoßrichtung lässt sich dann doch nennen: Ein talentierter Werksstudent sollte binnen einer Woche ein herzeigbares Testergebnis zu Stande bekommen. Vorausgesetzt, Ihre Produktfachleute unterstützen dabei. Würden Sie auf den Cloudeinsatz verzichten, wäre besagte studentische Hilfskraft am Ende der Woche wahrscheinlich gerade erst mit dem Aufbau der Testinfrastruktur fertig. Tipps zum Einstieg in IoT für IT-Verantwortliche und technisch versierte haben wir auf unserer Website zusammen getragen.

Und immer an den Partner denken

Sollten Sie sich im Anschluss mit dem Gedanken tragen, das Testergebnis zu einem kommerziellen Produkt oder Service umzuwandeln beziehungsweise aus dem Pilotprojekt einen produktiv verwendeten Dienst machen zu wollen, sollten Sie der Geburtshelferin „Cloud“ noch menschliche Hilfe zur Seite stellen. Insbesondere dann, wenn IT nicht Ihr Kerngeschäft ist. Sie sollten sich dann einen IT-Partner suchen, der beim Erdenken des Geschäftsmodells hilft und beim Aufbau der Infrastruktur. Cloud-Dienste wie Microsoft Azure, das über den sogenannten Azure IoT Hub Daten von Ihren Maschinen empfangen und auswerten kann, kommen zwar mit ausführlicher Dokumentation und listen auch Beispiels-Anwendungen fürs Internet der Dinge. Nicht-IT-Fachleute dürften aber dennoch Verständnisprobleme haben. Ein weiterer Vorteil des externen IT-Architekten, der Ihnen bei den ersten Schritten zur Seite steht: Er kann einen ebenfalls externen Entwickler so instruieren, dass das gewünschte Ergebnis zu Stande kommt. Der IT-Partner ist quasi Übersetzer zwischen einem Ihrer eigenen Produktspezialisten und der Technikwelt.

Und es kommt noch eine weitere Rolle auf den Partner zu: das Absichern des fertigen Konstrukts. Denn wenn Sie irgendwann einmal Geld verdienen wollen mit der IoT-Erweiterung Ihres Geschäfts, dann sind Verschlüsselung & Co. unabdingbar. Auch hier nehmen Cloud-Dienste den Entwicklern viel Arbeit ab, da sie in aller Regel ohnehin nur verschlüsselt mit anderen Maschinen kommunizieren. Dennoch ist der IT-Architekt nötig, um da Gesamtkonzept von Beginn an auf sichere Füße zu stellen. Oder wüssten Sie aus dem Stehgreif, welche Sicherheitsmechanismen Pflicht sind, wie ein Zugriffskonzept sicher wird und welche Kommunikationsstandards es zwischen Maschinen gibt?

Ein Beispiel wie Partner bei der Umsetzung von sicheren IoT-Projekten unterstützen können, liefert der Microsoft Cloud Gold Partner LANdata IT-Solutions. Basierend auf Azure IoT Lösungen hat dieser ein Industrie 4.0 IoT-Projekt umgesetzt. Geräte zur Wasserüberwachung senden ihre Messdaten direkt in die Cloud und werden dort aufbereitet und analysiert. In der Cloud werden die Daten auch verschlüsselt gespeichert. Vorteil für den Kunden: Von überall aus kann er seine Wasserqualität monitoren. Weitere Hintergründe zum Projekt liefert dieses Video von LANdata.

Hier noch einmal alle wichtigen Quellen und Hilfestellungen im Überblick:


Microsoft Whitepaper: Cybersecurity im Internet der Dinge – kostenlos zum Download

Steigen Sie in die Konversation ein

0 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.