Auf der Suche nach dem Arbeitsplatz der Zukunft – ein Weihnachtskrimi

Brutus Schwartz saß im hinteren Teil seines Lieferwagens und rieb sich die Hände. Gerade hatten dicke Schneeflocken die letzten freien Stellen seiner Frontscheibe zugedeckt und verbargen ihn so vor neugierigen Blicken. Die perfekte Tarnung für sein alljähriges Vorhaben. Seine Hände waren kalt, aber noch fror er nicht. Die Freude über die kommende Bescherung verbreitete eine wohlige Wärme in seiner Brust. In diesem Moment hörte er den erhofften Klingelton in seinem Headset und klickte auf annehmen. „Hey Boss, hörst du mich, ich bin jetzt drin“, drang es aus den Lautsprechern an seinen Ohren. „Ja, ich hör dich perfekt“. Er lehnte sich zufrieden zurück. Dieses Jahr auf Skype zu setzen, war einfach die richtige Entscheidung gewesen. So fiel es überhaupt nicht mehr ins Gewicht, dass er das Geld für das neue Funkgerät verzockt hatte.

Das Surface Studio mit Pen und Dial„Ok Johnnie, dann mach dich mal auf die Suche oder siehst du schon was?“, fragte Brutus. „Ne, bin noch im Foyer. Hier ist nur der Weihnachtsbaum. Ich mach mich auf den Weg zu den Büros. Oh Tannenbaum oh Tannenbaum…“ Brutus hörte Johnnies schrägem Gesang durchs Headset zu. „Der Weihnachtsabend“, dachte er. Einfach der beste Abend im Jahr für eine kleine Shopping-Tour. Noch dazu hatte er dieses Jahr einen besonderen Leckerbissen aufgespürt. Seinem Kontakt nach hatte die Firma im letzten Jahr enorme Erfolge gefeiert, nachdem sie einiges an Geld in neue Ausrüstung gesteckt hatte. Vor allem eines der neuen Geräte hörte sich einfach zu verlockend an. Und genau das würden sie sich jetzt schnappen.

„Bin jetzt bei den Büros angelangt. Wie sieht das Teil denn aus?“ Johnnies Stimme riss ihn aus seinen Träumen. „Ich weiß nicht, wahrscheinlich irgendwie futuristisch.“, antwortete er. „Siehst du schon was?“  „Ne, hier ist gar nichts, nicht mal Computer, nur leere Tische.“

Komisch, wunderte er sich und sah auf seinen Zettel. Mehrere Begriffe aus dem Gespräch mit seinem Kontakt waren darauf gekrizelt. „Hey Johnnie , ich hab‘ was. Hier steht, dass sie alles Wichtige im Office 365 machen. Also such den Raum mit Nummer 365. Vielleicht steht das Teil ja da.“

Gespannt wartete er, während durchs Headset nur die Atemgeräusche Johnnies zu ihm durchdrangen. „Hier gibt’s kein Büro mit der Nummer 365. Die Räume haben hier alle so komische Namen wie Katmandu oder Jakarta. Keine Ahnung was das ist“, rätselte Johnnie. „Das sind Länder du Idiot. Such weiter!“

Verflucht, dachte er sich. Wo hatten sie das Ding nur versteckt? Das entwickelte sich ja nun doch nicht nach seinem Geschmack. Aber es war noch zu früh, um aufzugeben. Irgendwo würden Sie diesen verdammten Arbeitsplatz der Zukunft schon finden und dann könnte er endlich das Wettbüro auch ohne seinen nervigen Cousin aufmachen. Teamwork war noch nie seine Stärke gewesen.

Mixed Reality mit Hololens„Hey Boss, ich glaub hier ist das Büro vom Chef. Ich geh mal rein.“  Er hörte zu, wie Johnnie das Schloss knackte und das Büro betrat. „Und? Wie sieht’s aus?“ fragte er. „Fehlanzeige! Hier ist gar nichts. Auch nicht in den Schränken. Nur vier klobige schwarze Schutzbrillen.“ Langsam stieg Unbehagen in Brutus auf. Keine Computer, nutzlose Schutzbrillen, Namen von Entwicklungsländern – was trieben die denn da in diesem Laden eigentlich? Zeit für Plan B, dachte er sich.

„Planänderung“ sprach er in den Lautsprecher. „Du schaust dich jetzt noch 5 Minuten um. Und wenn du nichts findest, dann greifst du dir alles, was wertvoll aussieht und haust ab. Dann schaffen wir es vielleicht noch zu dieser Villa, von der du gesprochen hast.“

Zusammen erfolgreichWas für ein Reinfall. Arbeitsplatz der Zukunft. Vielleicht hätte er vorher doch noch etwas genauer recherchieren sollen. Warum eigentlich nicht gleich jetzt? Vielleicht fände er doch noch etwas heraus, bevor Johnnie abhaut. Er zog die Decke von seinem Laptop und dimmte das Licht so weit wie möglich. Und tatsächlich…. Auf den Seiten einer Presseabteilung fand er etwas zum digitalen Arbeitsplatz der Zukunft. Seine Laune besserte sich schlagartig. Er las wie gebannt, bis die hintere Tür plötzlich geöffnet wurde. Ohne zu Johnnie zu sehen sagte er „Gute Neuigkeiten. Ich weiß jetzt, wie ich an diesen Arbeitsplatz der Zukunft komme. Jetzt hüpfen wir noch kurz bei deiner Villa rein und ab morgen bin ich im Wettgeschäft.“  Johnnie antwortete nicht. Und wieso war es eigentlich plötzlich so hell im Wagen. Er drehte sich zur Tür und blickte direkt in zwei Taschenlampen. „Ich wette ´nen Fünfer, dass Sie damit noch ein bis zwei Jahre warten müssen. Es sei denn Sie akzeptieren auch Zigaretten als Einsatz.“ Der Polizist lachte. „Fröhliche Weihnachten, Sie sind verhaftet.“

 – Ende –

Wir wünschen allen Kunden fröhliche Weihnachten und besinnliche Stunden im Kreise Ihrer Lieben. Bei aller Begeisterung für den digitalen Arbeitsplatz der Zukunft, drücken Sie auch mal den „Ausknopf“, lassen Sie Ihr Laptop oder Tablet aus und schalten Sie die Synchronisation Ihrer Geschäfts-E-Mails am Smartphone ab – wenigsten für ein paar Stunden.

Im neuen Jahr freuen wir uns darauf, mit Ihnen die scheinbar unendlichen Möglichkeiten, die uns die Digitalisierung für den modernen Arbeitsplatz bietet, für Ihr Unternehmen auszuloten.

Ihr „Modern Workplace“-Team bei Microsoft Deutschland

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1 Kommentare

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  1. Gut geschriebener Krimi.

    Vielen Dank dafür.

    Viele Grüße

    Marco