Quo vadis, DSGVO? Ein Zwischenstand nach 120 Tagen (Eventnachbericht).

Am 25. Mai ging ein großes Raunen durch Deutschland, „DSGVO“ hieß das Wort der Stunde quer durch die Republik. Es hinterließ in vielen Fällen Unsicherheit, Sorge, ja zuweilen auch ein wenig Angst. Rund vier Monate später ist die DSGVO immer noch ein Brennpunkt-Thema. Unter dem Aspekt „Wo stehen wir“ veranstaltete Microsoft jetzt, nach 120 Tagen DSGVO, ein Live- und Web-Seminar für kleine und mittelständische Unternehmen mit hochkarätigen Referenten und lebhaften Experten-Workshops.

Sprecher des Tages waren DSGVO-Experte und IT-Fachanwalt Wilfried Reiners, Frank Bösenkötter, Geschäftsführer des Microsoft Partners Dicide, im Verbund mit Niklas Sowa und Frank Maenz von Microsoft, Denisa Köhler, ebenso Microsoft, zusammen mit Bastian Neff von der abtis GmbH, Sven Langenfeld von Microsoft sowie Markus Horschig vom Microsoft Partner Insight. Andreas Hennig, Digital Marketing Manager bei Microsoft, moderierte die Veranstaltung.

Die Teilnehmer waren zum einen von Unternehmen gezielt zu Datenschutzbeauftragten fortgebildete Mitarbeiter, zum anderen technische oder kaufmännische Geschäftsentscheider mittelständischer Unternehmen. Aber auch Neulinge und Selbstständige waren anwesend, die 120 Tage nach dem Stichtag erkannt haben, dass sie nun dringlich dieses Thema angehen müssen. Einige Teilnehmer suchten darüber hinaus Rat und Sicherheit für den Unternehmensalltag. „Ich bin immer wieder überrascht, welche und wie viele neue Fragen zum Thema DSGVO innerhalb unserer Firma auftauchen“, „Ich habe Kunden mit DSGVO-Bauchschmerzen“, „Ich suche Orientierung“, „Ich brauche dringend eine DSGVO-konforme Lösung für meinen Betrieb“ – so viele Teilnehmer.

Normalität zieht ein

Fachanwalt Wilfried Reiners von der Kanzlei PRW Rechtsanwälte bilanzierte in einem Eröffnungsvortrag die ersten drei Monate nach dem 25. Mai und stellte fest, dass sich bereits Normalität breit macht. Das Thema habe Zeit gewonnen, die Behörden hätten weiter ihre Hausaufgaben gemacht, aber es würden nun auch die ersten Prüfungen und Rechtsprechungen kommen.

Diese Normalität kennt auch Frank Bösenkötter von Dicide. In seinem Vortrag „Was gemacht werden muss“ zeigte Bösenkötter Mittel und Wege, die DSGVO im Unternehmen umzusetzen. Viele Firmen hätten sich zunächst um das Sichtbare gekümmert, tun sich aber noch schwer damit, alle notwendigen technisch-organisatorischen Anforderungen der DSGVO zu erfüllen. Dass der Weg dorthin dank Office 365 – oder für größere Unternehmen bzw. Unternehmen mit speziellen Anforderungen mit Microsoft 365 – zuverlässig und mit einfachen Mitteln gangbar ist, veranschaulichten die beiden Digital Advisors bei Microsoft für Mittelstandskunden, Niklas Sowa und Frank Maenz.

Von der Software bis zur Hardware gut geschützt

Nach einer kurzen Kaffeepause umrissen Denisa Köhler von Microsoft und Bastian Neff von der Firma abtis unter dem Aspekt „Das Notwendige“, wie sich die DSGVO mithilfe von Microsoft 365 umsetzen lässt. Je nach firmenspezifischer Organisationsstruktur zeigten sie die breit gefächerten Möglichkeiten, sich softwareseitig bei der DSGVO-Realisierung unterstützen zu lassen. Der folgende Referent, Sven Langenfeld, weitete in seiner Präsentation die datenschutzrelevanten Möglichkeiten auf die mobilen Geräte der Mitarbeiter aus – vom Laptop über das Tablet bis hin zum Smartphone. Bei allen dreien stand nicht nur die Umsetzung der DSGVO im Vordergrund, sondern vor allem die Durchführbarkeit von zum Beispiel Informations- oder Löschanfragen eines Kunden und den damit verbundenen Fragestellungen wie „Welche Kundendaten erfassen wir eigentlich“ oder „Wo sind die Daten überall gespeichert?“.

Bevor die Teilnehmer in die Mittagspause gingen, beschrieb DSGVO-Experte Markus Horschig den konkreten und vor allem sinnvollen Weg in der Praxis. Mit Antworten auf Fragen wie „Wo fange ich an?“ und „Wie ermittle ich meinen Weg hin zum DSGVO-konformen Unternehmen?“ gab Horschig unter dem Aspekt des Ganzheitlichen Tipps für die Umsetzung und warnte, wie auch schon eingangs Rechtsanwalt Reiners, nochmal ausdrücklich vor selbsternannten Datenschutzexperten, die nach zweitägigen Kurzworkshops als Experten in der Welt der DSGVO-Verunsicherung unterwegs seien. Das durchweg positive Feedback der Teilnehmer nach der Vortragsrunde beim Mittagessen hörte sich beispielsweise so an: „Einiges an Angst wurde mir genommen“, „Ich habe das Gefühl, dass wir auf dem richtigen Weg sind“ und „Viele Unsicherheitsfaktoren haben sich geklärt“.

An diese positive Grundstimmung appellierten auch Niklas Sowa und Frank Maenz in ihrer Zusammenfassung des Vormittages: „Nutzen Sie die DSGVO als Sprungbrett zur weiteren Digitalisierung!“ Niklas Sowa fügte hinzu: „Zwar gibt es nicht eine Lösung für alle, sicher aber eine Lösung für jeden.“

Genau daran waren die Teilnehmer der nachmittäglichen Workshops dann auch interessiert. Viele entschieden sich für den Expertenworkshop zu den DSGVO-Umsetzungsmöglichkeiten mit Office 365-Produkten. Die lebhafte Diskussion im Workshop „DSGVO sinnvoll realisieren“ zeigte, wie dringlich das Thema DSGVO immer noch ist. Und eben auch, wie wichtig es ist, dass Unternehmensentscheider sich Klarheit darüber verschaffen, welche Lösung die passende für Ihre Bedürfnisse ist und wie Microsoft Partner Ihnen bei der technologischen Umsetzung helfen können.

Sie haben den Event verpasst? Kein Problem – die Sessions des Vormittags sind nun als Aufzeichnung verfügbar. Nach einer kurzen Anmeldung hier erhalten Sie einen Link mit den Videos! 

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