Zeit für Erneuerung: Vier Empfehlungen für die Modernisierung der Unternehmens-IT

Ein Gastbeitrag von Oliver Gürtler, Senior Director der Cloud & Enterprise Business Group bei Microsoft Deutschland

In meiner Rolle bei Microsoft arbeite ich jeden Tag daran, unsere Kunden davon zu überzeugen ihre IT zu erneuern. Denn dafür gibt es viele gute Gründe – und viele Tipps, die ich teilen möchte. Zeit für Erneuerung – Vier Dinge, die ich meinen Kunden empfehle, wenn sie mit der Erneuerung ihrer IT starten:

1. Jedes Ende ist ein guter Anlass, um sich zu erneuern

Der normale Lebenszyklus einer On-Premises-Microsoft-Software beträgt in der Regel zwischen fünf und zehn Jahren. Die erste Version von Windows Server 2008 zum Beispiel ist am 27. Februar 2008 auf den Markt gekommen und damit nur wenig jünger als beispielsweise das erste iPhone (2007) und bereits älter als Yammer (September 2008) oder Instagram (2010). Seit dem Erscheinen von Windows Server 2008 haben wir mit zahlreichen Updates und Security-Patches zudem dafür gesorgt, dass die Unternehmens-IT unserer Kunden immer auf dem neusten Stand und sicher war.

Erst vor kurzem haben wir das Support-Ende dieses Produktes angekündigt. So endet der erweiterte Support für Windows Server 2008/ 2008 R2 in weniger als einem Jahr: am 14. Januar 2020. Dazu endet bereits am 9. Juli 2019 der Support für SQL Server 2008/ 2008 R2. Konkret heißt das: Microsoft wird für diese Versionen keine regulären Feature- und Security-Updates mehr anbieten. Ich empfehle meinen Kunden dieses anstehende Support-Ende direkt als Anlass zu nehmen, um ihre Windows Server und SQL Server Workloads in die Cloud zu migrieren, weil sie sich dann künftig nicht mehr mit dem Support-Ende bestimmter Produkte auseinandersetzen müssen.

 

2. Nutzen Sie die Vorteile der Cloud!

Warum ich eine Migration in die Cloud empfehle? Zum einen gewinnen Unternehmen, die ihre IT-Infrastruktur und SQL-Server in Azure migrieren, mehr Zeit. Microsoft bietet für die 2008/2008-R2-Server-Produkte in der Cloud drei Jahre lang kostenlos verlängerte Security-Updates an. Um diese Verlängerung zu nutzen, ist keine Software Assurance notwendig.

Mit der Migration in die Cloud sparen sich Unternehmen außerdem den Installations- und Wartungsaufwand im eigenen Rechenzentrum. Darüber hinaus bietet die Cloud zahlreiche Sicherheitsfunktionen zum Schutz von Daten, Anwendungen und Infrastruktur. Microsoft Azure ermöglicht darüber hinaus konsistente hybride Cloud-Szenarien von Applikationen und Daten bis hin zu Identitäts- und Infrastrukturmanagement. Geschäftskunden haben jederzeit die Wahl, ob sie ausschließlich lokale Dienste nutzen möchten oder ob Workloads vollständig oder teilweise in die Cloud verlagert werden. Die Klöckner & Co GmbH entschied sich zum Beispiel zunächst für einen schrittweisen Weg in die Microsoft Cloud und CIO Hilzinger sagt heute „Jetzt migrieren wir das gesamte Unternehmen in die Cloud.“

3. Better change a running system!

Internet der Dinge bei Rolls RoyceSeit 2008 haben sich die Anforderungen an eine IT-Infrastruktur fundamental verändert. Die IT ist immer stärker in sämtliche Unternehmensprozesse eingebunden und trägt immer mehr direkt zur Wertschöpfung im Unternehmen bei. Die wachsende Menge wertvoller Daten, die raschen Fortschritte bei künstlicher Intelligenz (KI) und die zunehmende Vernetzung ermöglichen völlig neue Geschäftsmodelle. Gleichzeitig trägt die IT-Infrastruktur diese stärkere Vernetzung von Unternehmen nach außen – mit Kunden und Partnern, den sozialen Netzwerken des Internet – und nach innen – mit vernetzten Produktionsanlagen, Maschinen und Prozessen.

„Das Thema Digitalisierung ist nun auch – für alle erkennbar – in den Köpfen deutscher Entscheider angekommen“, hat Crisp Research in der Studie „Cloud Integration Excellence – Von Middleware zum Cloud Ökosystem“ herausgefunden. „Über 75% der Unternehmen haben (endlich!) eine Digitalstrategie entwickelt und eingeführt“, schreibt die Analystin Michelle Baum dazu.

Das gehört zu den für mich positivsten Meldungen der jüngsten Vergangenheit: Die Digitalisierung nimmt in Deutschland und in den Unternehmen unseres Landes an Fahrt auf. Aber damit die Beschleunigung anhält, braucht es strategische Entscheidungen. „Für die Unternehmen gilt es nun ihre IT so aufzustellen, dass sie in den nächsten Jahren Business-Innovationen bestmöglich unterstützt“, fordert der IDC-Analyst Matthias Zacher im Rahmen der Studie „Data Center Ressourcen in Deutschland 2019“.

Die gewachsenen Anforderungen, aber auch die neuen Möglichkeiten, die IT modernen Unternehmen heute bietet, sind genau der Grund, warum der scheinbar ewig gültige Administratoren-Satz „Never change a running system“ heute vielmehr „Better change a running system“ heißen muss! Er rät wie ich zum rechtzeitigen Wechsel, bevor bestehende IT-Systeme Gefahr laufen, unnötige Kosten zu generieren, Sicherheitsrisiken zu erhöhen und Geschäftswachstum zu bremsen.

Sie benötigen Unterstützung bei der Migration Ihrer IT? Unser Microsoft-Azure Team hilft gerne weiter – jetzt Kontakt aufnehmen

4. Der erste Schritt in die Zukunft beginnt mit vielen Fragen

Die für die Erneuerung Ihrer IT notwendige Analyse des Ist-Standes und die Planung der Migration sind mit vielen Fragen verbunden, die es zu beantworten gilt: Welche Applikationen, Netzwerke und Hardware sind im Einsatz? Was davon brauchen Sie noch? Wie möchten Sie Cloud-Plattformen und -Services an Ihre Infrastruktur andocken und nutzen? Welche Daten müssen an die neuen Systeme angepasst werden? Wie können Sie sicherstellen, dass unternehmenskritische Workloads auch während der Migration weiterlaufen können?

Wie genau soll die neue, möglicherweise hybride IT-Infrastruktur aussehen? Welche Anwendungen, Services und Daten liegen in der Cloud, was bleibt On-Premise? Welche Workloads werden in welcher Reihenfolge migriert? Mit welchen Einschränkungen ist während der Migration zu rechnen? Wie bereiten Sie die Mitarbeiter Ihres Unternehmens auf den Umstieg vor?

Ausführliche Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie in dem kostenlos erhältlichen Migration Guide for Windows Server von Microsoft, den ich Ihnen für Ihre Migrationsplanung dringend empfehle. Gleichzeitig möchte ich Sie ermutigen, dass Sie sich von Unternehmen Ihrer Branche – die den Weg der IT-Modernisierung bereits eingeschlagen haben – inspirieren lassen. Zum Beispiel die bereits angesprochene Klöckner & Co GmbH oder aber auch den Kaffeemaschinenhersteller WMF.

Nehmen Sie sich Zeit für eine sehr sorgfältige Migrationsplanung, hinterfragen Sie schnelle Lösungen mindestens ein-, besser zweimal. Je mehr Zeit Sie für sorgfältige Analyse des Ist-Standes und der Planung des kommenden Bedarfs aufbringen, desto schneller und reibungsloser wird die eigentliche Migration dann ablaufen. Bei keinem dieser Vorbereitungen und Durchführungen lassen wir Sie allein: In unserem Windows Server Upgrade Center führen wir Sie Schritt-für-Schritt durch die Erneuerung Ihrer IT-Infrastruktur – etwa, wenn Sie von dem Windows Server 2008 kommen, der in weniger als zwölf Monaten in den verdienten Ruhestand geschickt werden wird. Aber darauf sind Sie dann bestens vorbereitet!

Viele Grüße

Ihr Oliver Gürtler

Ein Gastbeitrag von Oliver Gürtler, Senior Director der Cloud & Enterprise Business Group bei Microsoft Deutschland

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